Diagnose überfachlicher Kompetenzen? Möglichkeiten und Grenzen einer herausfordernden Fragestellung

Forum 1 an der Fachtagung Höhere Berufsbildung und Erwachsenenbildung

Dr. Martin Keller ist Lehrbeauftragter für Handlungskompetenz an der Universität St. Gallen. Leiter des Bereichs Schulführung und Schulentwicklung am Institut für Wirtschaftspädagogik. Arbeitsschwerpunkte: Schulberatung, Aus- und Weiterbildung von Schulleitungen und Lehrpersonen, Lehre und Unterricht an verschiedenen Bildungsinstitutionen, Konfliktmediation. Forschungstätigkeiten in den Bereichen Schulführung und Schulentwicklung, Konfliktklärung, Förderung und Beurteilung überfachlicher Kompetenzen.

Im Zusammenhang mit der Debatte über Schlüsselqualifikationen werden seit geraumer Zeit in der schweizerischen Berufsbildung vermehrt überfachliche Kompetenzen gefordert und in Lehrplänen als verbindliche Lernziele verankert. Berufsbildnerinnen und Berufsbildner müssen sich folglich zunehmend mit Fragen der Abgrenzung, Förderung und nicht zuletzt auch der Diagnose von überfachlichen Kompetenzen auseinandersetzen. Diese Aufgabe ist eine grosse Herausforderung, denn der Kompetenzbegriff selbst ist unscharf und die Vielfalt der überfachlichen Kompetenzen, welche eine wichtige Rolle spielen, sehr gross. Zudem fehlen in der Berufsbildungspraxis oft die Instrumente bzw. Verfahren, um eine Diagnose überfachlicher Kompetenzen vornehmen zu können.
Aus diesen Überlegungen möchte ich in diesem Forum den folgenden Fragen nachgehen:

  • Welche Funktionen kann die Kompetenzdiagnostik haben?
  • Welchen Qualitätskriterien sollte die Kompetenzdiagnostik genügen?
  • Welche möglichen Verfahren/Instrumente können wir in der Kompetenzdiagnostik einsetzen?

Durch diese Fragestellungen und anhand eines konkreten Praxisbeispiels werden wir die Gelegenheit haben, die Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung in der Berufsbildung zu diskutieren.